Mayumi Shimizu

Mayumi Shimizu (Posaune) wurde in Kawasaki (Japan) geboren und erhielt im Alter von fünf Jahren ersten Klavierunterricht. Mit zehn Jahren begann sie, Posaune zu spielen.
Von 2000 bis 2004 studierte sie Angewandte Physik und Physico-Informatik an der Keio-Universität in Tokyo (Abschluss mit Diplom). 2005 begann sie ihre künstlerische Ausbildung als Posaunistin bei Branimir Slokar an der Hochschule für Musik in Freiburg. Nach dem Diplom im Jahr 2010 folgte ein Masterstudium bei Slokar an der Hochschule der Künste Bern, das sie 2012 mit Auszeichnung abschloss. Im Examenskonzert brachte sie zusammen mit der Camerata Bern das ihr gewidmete Konzert für Posaune und Orchester „Re-slide“ von Vito Zuraj zur Uraufführung.
Orchestererfahrung sammelte Mayumi Shimizu bei den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, der NDR-Radiophilharmonie und dem Saito Kinen Orchestra (unter der Leitung von Seiji Ozawa) sowie in zwei Jugendorchestern, der Jungen Deutschen Philharmonie (Mitglied 2006–2009) und dem Orchester des Pacific Music Festival (2006 & 2007). Von 2007 bis 2009 war sie Stipendiatin der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Während dieser Zeit erhielt sie Unterricht bei Christhard Gössling. Von 2009 bis 2012 spielte Mayumi Shimizu als Soloposaunistin im Bruckner Orchester Linz. Seit der Spielzeit 2012/2013 ist sie Soloposaunistin im SWR Symphonieorchester (zunächst Baden-Baden und Freiburg, jetzt Stuttgart).
Neben ihrer Orchestertätigkeit ist Mayumi Shimizu auch als Solistin und Kammermusikerin aktiv. Als Solistin erhielt sie 2001 den ersten Preis beim „Japan Junior Wind and Percussion Competition“, 2008 erspielte sie sich den ersten Preis beim Sparda Classic Award und im Jahr darauf gewann sie den ersten Preis beim Internationalen Blechbläserwettbewerb in Danzig. Es folgten Einladungen zu vielen internationalen Musikfestivals, darunter das Lieksa Brass Festival (Finnland), das Lätzsch Trombone Festival, das Symposium der Internationalen Posaunenvereinigung (IPV) und das Thailand Brass Festival. Außerdem arbeitet Mayumi Shimizu intensiv mit verschiedenen Komponisten an neuer Literatur für Posaune. Ihre Solorecitals wurden mehrmals im japanischen Radio (NHK-FM) und Fernsehen (NHK) übertragen.
2015 gewann sie mit ihrer Debüt-CD „Fantasie“, mit dem Pianist François Killian, vier Preise in Japan, darunter den ersten Preis des renommierten Classic CD Awards 2015. Mit „Trilogy“ und „Legend“ folgten inzwischen zwei weitere CDs mit Branimir Slokar und dem Slokar Quartett.
Als Kammermusikerin ist sie unter anderem Gründungsmitglied des Posaunenoktetts „Slide-Japan“.
   Seit 2013 beschäftigt sie sich auch intensiv mit Alter Musik. Zu diesem Zweck studierte sie von 2013 bis 2016 Barockposaune bei Charles Toet an der Schola Cantorum Basiliensis und spielte mit dem Bach Collegium Japan unter Leitung von Masaaki Suzuki.
   Im pädagogischen Bereich war sie als Dozentin bei internationalen Festivals tätig und gab an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim einen Meisterkurs. Daneben unterrichtete sie an den Hochschulen in Stuttgart, Freiburg und Bern. Von 2015 bis 2017 rief sie in Japan eine eigene Akademie für junge Musiker ins Leben, bei der sie sich neben dem Unterricht gemeinsam mit den Studenten im Bereich Musikvermittlung an Schulen engagierte und in sozialen Einrichtungen konzertierte. Seit 2017 hat Mayumi Shimizu einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig.